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Interaktiver Impulsvortrag: Agiles Arbeiten im Ehrenamt

Bereits zum zweiten Mal durfte ich wieder im Herbst einen Impuls zum Thema Agilität im Rahmens eines Bildungsurlaub der Bildungsakademie des Landessportbundes Hessen geben. Dieses Mal wurde der Bildungsurlaub zur Stärkung und Förderung des ehrenamtlichen Engagements in Hessen unter Leitung von Elisabeth Portz angeboten.

Am letzten Tag des Bildungsurlaub habe ich mit meinem Impuls den Abschluss gebildet. Ich habe mir hierzu im Vorfeld einige Gedanken gemacht, wie Agilität das Ehrenamt am Besten unterstützen kann. Hierzu habe ich mein Agile Basic Seminar entsprechend der Zielgruppe angepasst und dies als interaktiven Impuls durchgeführt. Die Inhalte können auf andere Einsatzgebiete auch außerhalb der IT übertragen werden. Des Weiteren war für mich sehr schnell offensichtlich, dass Effectuation eine mögliche Vorgehensweise im Ehrenamt ist.

Einstieg: Was ist Agilität?

Zu Beginn wurde es erstmal kreativ. Die Teilnehmenden wurden von mir in zwei Gruppen aufgeteilt. Beide Gruppen hatten die Aufgabe eine Frühlingswiese zu malen, jedoch mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen. Die eine war sehr detaillierte Auflistung der Bestandteile, die gemalt werden müssen, die andere war sehr offen gehalten und hat nur die Vision vorgegeben.

Kannst du erraten welches Bild zu welcher Aufgabenstellung gehört?

Frühlingswiese
Frühlingswiese

Durch diese Übung wird schnell ersichtlich, welche Unterschiede zwischen dem traditionelles und hierarchischen Vorgehen und der agilen Vorgehensweise mit viel Freiraum und Wahlmöglichkeit entstehen. Eine Erkenntnis der Gruppe war, dass auch im Ehrenamt es einen Unterschied machen kann, ob Erwartungen an einem Ergebnis fix von außen vorgegeben sein müssen oder ob Details nicht besser gemeinsam erarbeitet werden können und so auch nur eine Vision bzw. grobes Ziel zu Beginn sinnvoll ist.

Vertiefung: Agiles Manifest Puzzle

Ausgangsbasis zum besseren Verständnis von Agilität ist das sogenannte agi­le Ma­ni­fest und die dahinterliegenden Prinzipien. Die Werte und Prinzipien können unabhängig von der Softwareentwicklung auf andere Bereiche übertragen werden. Deshalb haben wir uns gemeinsam mit Hilfe meines Agiles Manifest Puzzles uns schrittweise durch Austausch und Übertragung der Prinzipien auf die Tätigkeiten im Ehrenamt mit den Inhalten auseinander gesetzt.

So kann auch am Ende das Ergebnis der Frühlingswiese auf der entsprechenden Seite eingeordnet werden.


Agilität erleben: Lean Coffee

Anschließend habe ich der Gruppe das Lean Coffee Format vorgestellt und die dahinterliegende Konzepte wie Timeboxing, Dot Voting und das Kanban Board erklärt. Im Ehrenamt kann dieses Format u.a. für themenoffene Vorstandsitzungen oder für die Einbeziehung der Mitglieder und deren individuellen Themen eingesetzt werden.

Danach ging es ins Ausprobieren. Im Rahmen des Impulses durfte jeder seinen Themen betreffend des Ehrenamtes einbringen. Gemeinsam haben wir dann gemäß dem Ablauf des Lean Coffees einige Themen behandelt und interessante Erkenntnisse sammeln können. Hier haben wir auch nochmal immer wieder die agilen Prinzipien integrieren können. Es war ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Austausch.

Lean Coffee

Reflexion mit der Retrospektive

Abschließend habe ich der Gruppe gängige Metaphern für die Retrospektive vorgestellt, um sich auf Basis der Vergangenheit zu reflektieren.

Retrospektive

Abschluss: Baum der Erkenntnis

Der Baum der Erkenntnis ist immer zu einem eine Reflexion für die Teilnehmenden und für mich eine andere Art des Feedbacks. Vielen Dank die Rückmeldungen.

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