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Halbzeit 2021: Rückblick der letzten 3 Monate

Wie die Zeit vergeht. Es sind schon wieder 3 Monate vergangen, die ich hiermit reflektieren möchte:
Die agile Selbstmanagement Reise hat Reisebegleiter gefunden. Mein Lieblingsthema rund um das spielerische Lernen und Reflektieren hat viel Zuwendung von mir bekommen, auf der anderen Seite habe ich mich von meiner interaktiven Challenge verabschiedet. Unabhängig davon habe ich mich mit meinem inneren und äußeren beschäftigt. Die größte Herausforderung von diesem Jahr steht mir aber wahrscheinlich noch bevor. Davon aber erst im nächsten Quartalsbericht.

Finale: Agile Selbstmanagement Reise

Anfang des Jahres habe ich mich im Rahmen des Working out loud #FrauenStärken Programm auf die Reise gemacht und meine Selbstlernkurse durch sehr visuell gestaltete Workbooks zum Thema agiles Selbstmanagement erstellt. Seit dem Frühjahr sind nun alle 4 Teile veröffentlicht und ich habe bereits das erste Feedback dazu erhalten. Immer am letzten Donnerstag im Monat veranstalte ich eine Lunch & Learn Session, in der jeder die Möglichkeit hat, anhand einer ausgewählten Übung das agile Selbstmanagement auszuprobieren.

Meine 3Gs: Gameathon, Gamification & Game

Mein erster Gameathon überhaupt – und mein absolutes Highlight für dieses Jahr. Ein Gameathon ist wie ein Hackathon, nur mit dem Unterschied, dass ein Serious Game entwickelt werden soll. Ziel war es ein Brettspiel zu entwickeln, das als Moderationstool die Kommunikation und Entscheidungsfindung während sogenannter Round Tables für ADHS Betroffene (angefangen vom Kind oder Jugendlicher über die Eltern, Arzt oder Therapeut und Pädagogen) fördern kann. Es war ein sehr spannendes Wochenende und unsere Spielidee hat überzeugt und wir haben den 2. Platz belegt. Nun geht es mit allen Siegerteams weiter. In einem gemeinsamen interdisziplinären Team und in enger Zusammenarbeit und in ständigem Austausch mit potenziellen zukünftigen Nutzern entwickeln wir das Round Table Spiel weiter. Ich bin schon sehr gespannt, was sich daraus entwickelt.

Gameathon

Unabhängig davon habe ich einen 6-wöchigen Gamification Online Kurs bei der Wharton Business School besucht, um nochmal tiefer in das Thema einzusteigen. Mir hat das dahinterliegende Lernkonzept sehr gut gefallen. Um sich mit den Inhalten möglichst intensiv auseinander zusetzen, gab es zusätzlich zu den wöchentlichen Quizzen zwei sehr herausfordernde Projektarbeiten, die fristgerecht eingereicht werden mussten. Jeder hatte zusätzlich die Aufgabe 5 andere Projekte zu bewerten. So bekam man selber nicht nur Feedback, sondern konnte auch andere Projekte reflektieren. Ich habe dabei neue Denkimpulse mitnehmen können und insgesamt viel über das Thema Motivation, Belohnung und das damit zusammenhängende Verhalten gelernt. Zusätzlich habe ich mich auch noch mit dem Octalysis Framework beschäftigt. Es ist auf den ersten Blick sehr komplex und vielschichtig, ist aber eine gute Grundlage für das Verständnis unserer Motivation und unseres Verhaltens. Daher habe ich für das spielerische Erkunden des Frameworks das Motivation Game – for Players entwickelt, dass auf der Grundidee von Moving Motivators basiert.

Wenn du dich mit dem Thema Gamification in unterschiedlichen Perspektiven beschäftigen willst, findest du viele Angebote in Meetups. Ich bin dieses Jahr zu diesem Thema auch sehr gut vertreten 😉

Im Juni habe ich bereits bei einem internen Unternehmens-Meetup eine Einführung zu Spielen im beruflichen Umfeld gegeben und ein mega Feedback bekommen.

Enttäuschung: Interaktive Methodenkoffer Challenge

Beim Vorbereiten der Lernreise für die zweite Challenge zum Füllen des interaktiven Methodenkoffers hatte ich sehr viel Spaß und viel neues Ausprobieren können. Ich hatte mich so richtig auf diese Woche gefreut. Umso größer war die Enttäuschung, dass diese Energie bei der Mehrzahl der Teilnehmer nicht angekommen ist. Leider musste ich feststellen, dass meine offene Haltung von Teilen und direktem Austausch nicht den Erwartungen der Teilnehmer entsprach. Mir war bewusst, dass die Umsetzung meiner Challenge nicht dem Mainstream mit Aufzeichnungen und dem Unterstützen des reinem Konsumverhaltens entspricht. Für mich ist es naheliegend, dass Lernen von Interaktion nur mit persönlicher Interaktion möglich ist. Daher ist mein größtes Learning, dass meine Art wie ich das Netzwerken & Lernen ermöglichen will, (noch) nicht für Challenges geeignet ist. Es war somit vorerst die letzte (kostenlose) Challenge in dieser Art. Um die Lernreise noch abzuschließen biete ich im Oktober ein kompaktes Bootcamp zum Thema interaktives Teambuilding an. Danach entscheide ich, ob und wie ich dieses Thema weiterführen werde.

Mein Augenöffner: Human Design

Dieses Jahr ist immer wieder der Begriff Human Design als ein System zur Selbsterkenntnis und Selbstreflektion aufgetaucht. Da es mir wichtig ist, mich mit mir selbst und vor allem meinem Inneren zu beschäftigen, habe ich mir Zeit genommen mich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen.

Auf Basis deines Geburtstages und genauen Uhrzeit wird ein Chart erstellt, in dem anhand der Planetenkonstellationen deine Persönlichkeit dargestellt wird. Zuerst dachte ich auch das es mir zu sehr in Richtung Horoskop & Co geht. Aber ich war neugierig und habe mich mit den einzelnen Bestandteilen des Charts beschäftigt und mich sogar zu Beginn so gar nicht wieder gefunden. Umso tiefer ich jedoch eingestiegen bin, desto mehr konnte ich mit den Aussagen etwas anfangen. Ich habe beispielsweise ein weiteres Puzzlestück gefunden, für eine Verhaltensweise bzw. bestimmte Situationen, die ich bisher nicht erklären konnte. Es war ein richtiger Augenöffner.

Ich habe mich an dieser Stelle bewusst dagegen entschieden mein Chart hier zu veröffentlichen, da die Details sehr persönlich sind. Es hat mich aber keinesfalls gewundert, dass ich ein Manifestor bin. Wenn du nun auch neugierig geworden bist und dich gerne darüber austauschen willst, freue ich mich darauf.

Mein neuestes Experiment oder Was die Curly Girl Methode mit Agilität zu tun hat

Ich habe mich nicht nur mit meinen Inneren, sondern auch mit meinem Äußeren beschäftigt. Da Friseurbesuche zu Beginn von Corona nicht mehr möglich waren, habe ich meine Haare wachsen lassen. Ich habe schon immer ein paar Naturlocken im unteren Bereich gehabt. Umso länger meine Haare sind, desto weniger Wellen und dafür mehr Filz bekomme ich. Daher trage ich in der Regel meine Haare aus Bequemlichkeit eigentlich kurz. Die Curly Girl Methode bzw. Curly Hair Methode verspricht mehr Wellen bzw. Locken und generell gesündere Haare, indem man auf bestimmte Stoffe in Produkten sowie u.a. auf Kämmen und Föhnen mit Heißluft verzichtet.

Für mich war die Hürde somit sehr gering. Ich verzichte bereits beim Essen auf Zusatzstoffe und ich hasse es regelrecht meine Haare kämmen und föhnen zu müssen. Hinsichtlich der Anwendung der Methode gibt es Parallelen zur Agilität. Es ist eine Entscheidung notwendig, sich hundertprozentig auf die Methoden mit allen Regeln, Vor- und Nachteilen einzulassen und sich eben nicht nur die Rosinen raus zu picken. Für die genaue Umsetzung gibt es keine Blaupause, denn jedes Haar ist unterschiedlich – so wie jede Organisation. Somit muss jeder schrittweise zu seiner eigenen Routine mit seinen Lieblingsprodukten kommen. Das bedeutet viel ausprobieren und vor allen auch mal etwas zu verwerfen. Es ist viel Geduld gefragt, denn es ist wie bei jedem Veränderungsprozess kein endgültiges Datum festlegbar und höchstens die Erfolge mit der Qualität der Produkte beeinflussbar (oder durch gute Beratung und Begleitung in einer Organisation). Es ist möglich die Methode kostengünstig komplett mit selbstgemachten Produkten wie Leinsamengel oder Shampoo aus Roggenmehl anzuwenden oder auf Produkten aus der Drogerie zurückzugreifen. Eine weitere Alternative ist mit Hilfe von sogenannten Lockenboxen, in der monatlich wechselnde Produkte zum Ausprobieren kostenpflichtig zur Verfügung gestellt werden. Die Umsetzung ist also sehr gut anpassbar an seine persönliche Bedürfnisse, Werte und Möglichkeiten.

Mir persönlich macht es Spaß verschiedene Produkte und Routinen auszuprobieren. Ich bin mit dem Ergebnis nach 3 Monaten bereits sehr zufrieden. Meine Haare sind sehr gesund, glänzend und sind sogar nach 3 Tage ohne Waschen nicht durchgefettet wie früher.

Diese Galerie zeigt ein wenig den Fortschritt. Das oberste Bild in der Collage ist ein Foto vom Februar mit meinen normalen Wellen ohne Anwendung der Methode. Das Bild unten drunter ist das Ergebnis nach einer Woche Anwendung der Methode im Mai mit eindeutig mehr Volumen. Das Bild von hinten zeigt mich Mitte Juni nach einem gezielten Refresh der Locken. Das letzte Bild ist nun von Friseurbesuch Anfang Juli ohne zusätzliche Produkte, aber mit meinem nächsten Experiment dem Caligraphie Cut. Noch ist es offen, wieviel Locken sich bei mir verstecken. Aber selbst wenn ich kein richtiger Lockenkopf werde, bin ich von der Methode überzeugt, da es meinen Haaren einfach gut tut. Probierst du es auch aus?

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