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#CultureChange: Warum ein Kulturwandel erfolgreiche Unternehmen unterstützt auch zukünftig erfolgreich zu sein

Das 21. Jahrhundert ist geprägt durch die Digitale Transformation. Diese digitale Transformation wird auch digitaler Wandel genannt und ist ein fortlaufender in digitalen Technologien begründeter Veränderungsprozess (Kulturwandel), der die gesamte Gesellschaft und insbesondere die Unternehmen betrifft.

Digitale Transformation als Treiber für neue Arbeitsweise

Basis der digitalen Transformation sind digitale Technologien, die in einer immer schneller werdenden Folge entwickelt werden und somit den Weg für weitere neue digitale Technologien ebnen. In diesem Zusammenhang wird auch häufig der Begriff Industrie 4.0 genannt, der auf die Forschungsunion der deutschen Bundesregierung zurückgeht. Darin enthalten ist die Verzahnung der industriellen Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik. Am geläufigsten ist den meisten der Begriff Internet of Things (IoT), aber auch Themen wie Big Data, Cloud computing, Cypersecurity, System Integration und Robotics sind die Treiber für einen Umbruch. Dadurch verändert sich unsere Welt aber auch wir uns in vielerlei Hinsicht: in der Art und Weise wie wir kommunizieren, uns austauschen und teilhaben (z.B. soziale Medien), Geschäfte machen (z.B. Uber), zusammenarbeiten und uns einbringen. Selbstverantwortung, Eigeninitiative, Vertrauen, Pull statt Push lösen zunehmend starre, hierarchische Arbeitswelten ab, wie die Einordnung der Begriffe in das Graves-Value System Modell nachfolgend verdeutlicht.

Auf einen Blick wird ersichtlich, dass die Industrie bzw. Markt durch den Einsatz von neuen Technologien der Treiber der Veränderung im Bereich Arbeit und Management darstellt.

Welche Voraussetzungen müssen für einen erfolgreichen Kulturwandel geschaffen werden?

Auch die Vergangenheit hat gezeigt, dass in einem Umfeld mit zunehmender Komplexität durch Command & Control (Taylorismus) kein langfristiger Erfolg mehr möglich ist und Mitarbeiter durch entsprechende Transparenz, Offenheit und auch Kompetenzen stärker involviert werden müssen. Dabei handelt es sich um ein lernendes Netzwerk verschiedener Individuen, die gemeinsam einen echten Mehrwert generieren können. Für die meisten Aufgabe sind Wissensarbeiter mit einen anderen Denkweise als im Industriezeitalter erforderlich. Genau dies erfordert einen Kulturwandel durch Umdenken auf allen Ebenen, basierend auf dem entsprechenden Werten wie Offenheit, Respekt, Vertrauen aber auch Eigenverantwortung. Dies ist ein Ziel des agilen Managements.

Agilität ist in diesem Zusammenhang die Fähigkeit einer Organisation, flexibel, anpassungsfähig und proaktiv in Zeiten des Wandels zu agieren. Agil sein bedeutet nicht nur Wandel zu akzeptieren, sondern diesen aktiv zum eigenen Vorteil zu nutzen. Initiativen wie beispielsweise von Management 3.0 wird versucht umfangreiches Wissen und Methoden zum Ausprobieren zur Verfügung zu stellen, um den Wandeln zu erleichtern.

Um erfolgreich nachhaltig und agil arbeiten zu können, muss sich das Umfeld durch einen Kulturwandel entsprechend (an-)passen, damit die Mitarbeiter sich entfalten und ihre bestmögliche Leistung erbringen können. Hierzu gehören insbesondere der entsprechender Gestaltungsfreiraum, Verantwortung sowie Mitbestimmung. In jedem agilen Vorgehen wie beispielsweise Scrum, die mittlerweile bekannteste Arbeitsweise in diesem Bereich, ist dies als Basis verankert.

Welche Transformation ist für diesen Kulturwandel notwendig?

Vorbildfunktion und Treiber: Der wichtigste Faktor ist, dass die Geschäftsführung ein aktiver Treiber des Kulturwandels ist und das entsprechende Umfeld im Unternehmen schafft. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist, dass alle Beteiligte kontinuierlich mit einbezogen werden.

Die Abbildung zeigt, welche Schritte vollzogen werden sollten:

  • Vom Profit zum Zweck (durch Kundenorientierung und Führen mit Vision): Hier sollte hinterfragt werden, was das eigentliche Ziel der Organisation ist und zwar aus Sicht des Kunden. Jede Organisation, die immer noch nur die Gewinnmaximierung als Ziel hat, wird langfristig sich nicht mehr am Markt behaupten können. Durch die Ausrichtung der Aktivitäten auf den Kunden wird automatisch ständig hinterfragt, welches Problem bzw. Bedürfnis des Kunden damit gelöst wird und somit auch automatisch nicht mehr alles umsetzt. Durch Mehrwert wird mehr Wert (Gewinn und Wissen) in einem Unternehmen erzielt.
  • Von Hierarchie zum Netzwerk (durch Abbau von Silos zur kontinuierlichen Zusammenarbeit/Austausch und Schwarmintelligenz): Um schnell auf Anforderungen und Probleme reagieren zu können, macht es keinen Sinn mehr über Hierarchien zu kommunizieren. Jeder sollte jeden kennen und wissen welchen Experten er sofort bei welcher Frage direkt ansprechen kann. Wird zusätzlich dies noch als lernende Organisation umgesetzt, in der Wissen untereinander kontinuierlich getauscht und aufgebaut wird, sind auch die notwendigen Wissensarbeiter flächendeckend vorhanden.
  • Von Controlling zum Empowerment (durch Befähigen von Mitarbeiter das richtige zu Tun auf Basis von Vertrauen und Offenheit): Durch Schaffen von autonomen Arbeitsbedingungen wird Eigenverantwortung und die sogenannten selbstorganisierten Teams möglich. Dies bedeutet nicht, dass keine Führung mehr notwendig ist, sondern es ist eine herausforderndere Führung als vorher notwendig. Die Führungskraft ist nun verantwortlich alle Hindernisse und Probleme, die vom Team selber nicht gelöst werden kann, schnellstmöglich zu beseitigen und ein entsprechendes Umfeld zu schaffen.
  • Von Planung zu Experimente (durch eine Schaffung einer kontinuierlichen Fehler- und Feedbackkultur): Ein komplexes Umfeld kann nur durch Ausprobieren und Erfahrungen sammeln beherrscht werden. Dies bedeutet auch Fehler willkommen zu heißen und daraus schnellstmöglich zu lernen (aus Scheitern lernen). Durch die hohe Kundenorientierung werden kontinuierliche Feedbackschleifen (durch MVP und UX) und damit auch der notwendige Lerneffekt möglich.  
  • Von Geheim zu Transparenz (durch Offenlegen aller relevanter Informationen, die zum Arbeiten benötigt werden): Die Transparenz ist auf der einen Seite notwendig, damit jeder an die Informationen, die er für die Problemlösung braucht auch hat. Auf der anderen Seite werden Probleme innerhalb der Organisation bzw. Team erst offensichtlich, wenn eine Gesamtsicht darauf möglich ist. 

Zusammenfassung: Voraussetzung für einen erfolgreichen Kulturwandel

Die Hauptaufgabe von Management ist es, ein Umfeld für motivierten Menschen zu schaffen, die gerne zusammenarbeiten und sich austauschen, um die erforderliche Innovationskraft für den Markt zu haben. Durch einen guten Querschnitt zwischen Arbeitsweise, Ausrichtung und Technologie kann dies erreicht werden.

  • Verbesserung der Arbeitsweise durch  Einführung von Agilität mit hoher Teamorientierung: Vorgehen mit empirischen Ansatz (Umgang mit Komplexität). Stabile Cross-funktionale Teams über Abteilungsgrenzen hinweg mit Eigenverantwortung und gegenseitiges Vertrauen auf allen Ebenen
  • Ausrichtung auf den Kunden bzw. Nutzer: Angebot an den Nutzer ausrichten und kontinuierlich überprüfen (Feedback- und Fehlerkultur)
  • Wandlungsfähige Technologien: Iterativ anpassungsfähige IT-Systeme, wie beispielsweise Microservices als Architektur.

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